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Rostige Fässer „überschminkt“

Rostige Fässer überschminkt

Von der Südseite des Thuner Geländes gut sichtbar (siehe Bild): Gelbe Fässer mit Atomkennzeichen, die deutliche Roststellen aufweisen. Die Fässer stehen im hinteren Teil des Areals, vor Blicken von der Straße durch dazwischenstehende Container geschützt.

Was befindet sich in diesen Fässern?

Wir wissen es nicht. Anfragen nach dem Inventar würden vermutlich beantwortet wie schon diverse Male früher: Auf dem Gelände gibt es Radioaktivität, aber was und wo genau, das hat man bereits beim Inventar der Container verheimlicht, mit Hinweis auf Betriebsgeheimnisse.

Warum stehen die Fässer dort?

Wir können uns vorstellen, dass sich Stoffe darin befinden, die abklingen sollen, bis sie unterhalb eines bestimmten Wertes strahlen, sodass sie mit dem normalen Müll entsorgt werden können („Freimessen“).

Wir halten das jedoch für unwahrscheinlich, denn in diesem Fall bestünde keine Notwendigkeit dafür, die Fässer länger auf dem Gelände zu belassen (sie haben nach menschlichem Ermessen, im Gegensatz zu den großen Containern, keinerlei Abschirmwirkung). Im Gegenteil, das Metall der Fässer wäre Rohstoff, der im Lager keinen Profit bringen kann und deshalb schnellstmöglich verkauft werden müsste.

Außerdem könnten in den Fässern Stoffe gelagert haben, die gerade verarbeitet werden, sodass sie aktuell leer wären. Eine Lagerung ergäbe in diesem Fall nur dann Sinn, wenn diese Stoffe anschließend wieder in dieselben Fässer verpackt würden und die Fässer unbeschädigt und rostfrei wären.

Allerdings:

Nachdem wir auf Facebook Fotos der rostigen Fässer veröffentlicht hatten, wurden die zuvor klar erkennbaren Radioaktivitätssymbole mit schwarzer Farbe übertüncht (siehe Bild). (Als ob hier gelten könnte: „Was ich nicht sehe, ist nicht da…“) Das ergäbe kaum Sinn, wenn die Fässer als Rücktransportmittel zu verwenden wären.

Es gibt noch eine Vermutung:

In der Zeitschrift „Wirtschaft“ der Industrie- und Handelskammer erwähnte Herr Eckert „von Vorbesitzern geerbte Müllprobleme“. Nun sind alle Firmen auf dem Gelände mit der Firma Buchler verknüpft, der das Grundstück gehört. Es sei daran erinnert, dass eine der Vorgängerfirmen Eckert & Zieglers, Amersham Buchler, Fässer, die sie in der ASSE verklappen wollte, falsch deklariert hatte. Außerdem ist bekannt, dass auf dem Gelände noch immer eine beschädigte Cäsiumbox lagert, die so stark strahlt, dass niemand weiß, wie sie transportiert werden kann.

Also doch ein ungenehmigtes Zwischenlager? Ist es da wirklich sehr weit hergeholt, wenn man befürchtet, die laut Herrn Eckert eindeutig vorhandenen problematischen Müllkontingente könnten evtl. sogar in rostigen Fässern lagern?

Es wird Zeit, dass das Inventar öffentlich wird.
Kommt zu unseren Mahnwachen, die ab Dienstag, 11.03., vorläufig an jedem Werktag von 16-17 Uhr vor dem Gelände an der Harxbütteler Straße stattfinden!

Rostfässer und neue Container: Es reicht!

Trotz der Veränderungssperre und der Feststellung, dass über 100 Container auf dem Thuner Nukleargelände illegal lagern, wurden in der vergangenen Woche zwei weitere Container aufgestellt.
Zu allem Überfluss finden sich auf der Südseite des Geländes gelbe Fässer, die Roststellen aufweisen. Darauf befanden sich am 03.03. noch Radioaktivitätssymbole, die am 05.03. nicht mehr zu sehen waren – man hatte sie mit Farbe „überschminkt“.

Wir meinen: Es reicht!
Um der Politik zu zeigen, dass nicht nur firmenseitig Druck aufgebaut wird,
veranstalten wir bis auf weiteres

Mahnwachen
ab Dienstag, 11.03.2014
jeden Werktag von 16-17 Uhr
vor dem Firmeneingang, Harxbütteler Straße 3.

Jeder ist herzlich eingeladen vorbeizukommen.

Sollte es kurzfristig Änderungen geben, werden diese hier bekanntgegeben.

Dreiste Erweiterung des Containerlagers am Gieselweg

Am 03.03.2014 wurden um ca. 13:30 Uhr Container abgeladen und zu den bereits dort ohne Genehmigung stehenden Containern dazugestellt. Die Container tragen die Nummern 921804-0 und 921926-0 und stehen leicht nach vorne gerückt auf der Linken Seite des Lagers neben der Halle.
EZN hatte im Februar Widerspruch gegen die Aufforderung das Lager aufzulösen eingelegt, bisher ist darüber aber noch nicht entschieden worden.
Das Lager jetzt aber noch zu erweitern, und zu den bereits nachweislich illegal stehenden Containern zusätzliche aufzustellen ist allerdings an Dreistigkeit nicht zu überbieten.
Das wird der Verwaltung hoffentlich ihre Entscheidung erleichtern.

10. März: Mahnwache zum Fukushima-Jahrestag

Die Anti-Atom-Gruppen im Braunschweiger Land rufen zum Jahrestag der Katastrophe von Fukushima zur Mahnwache und Kundgebung auf.

Jeder ist eingeladen, der Katastrophe von Fukushima zu gedenken, und damit auch den Umgang mit gegenwärtigen Problemen, wie Eckert & Ziegler in Braunschweig, in den Mittelpunkt zu rücken.

Ort: Rathausvorplatz, Platz der Deutschen Einheit
Zeit: 18 – 19 Uhr